Anschreiben

 

Das Anschreiben in der Bewerbung ist eine Begrüßung und Kurzvorstellung Ihrer Person. Keine Bewerbung kommt ohne aus.

Interessant ist, dass das Anschreiben nach landläufiger Meinung “einzigartig” sein muss. Das ist völliger Unsinn. Denn: Um gewisse Formalitäten kommt man nicht herum.
Es schadet nicht, einen ordentlich formatierten Brief zu schreiben, der notfalls auch mit “Sehr geehrte Damen und Herren” beginnt und mit “Mit freundlichen Grüßen” endet.

Ein Anschreiben ist persönlich und individuell

Wichtig ist, dass im Inhalt der wenigen freien Zeilen, die man hat deutlich wird, was man kann und dass man auf die Stelle passt. Dabei Akzente zu setzen ist in Ordnung. Aber völlig aus dem Rahmen zu fallen, ist für die wenigsten (bis keine) Stelle hilfreich. Das Anschreiben ist genauso einzigartig wie Sie, da Sie der Inhalt des Anschreibens sind. Stellen Sie also Ihre Einzigartigkeit in den Mittelpunkt.

Kurz gefasst:

Das Anschreiben für die perfekte Bewerbung muss kurz, knackig und werblich formuliert sein. Es soll Lust auf mehr machen und in wenigen Worten zeigen, dass Sie der/die Richtige sind.

Nochmal ausführlicher:

Ein Anschreiben sollte nicht zu lang sein. Das heisst: maximal eine Seite, als Geschäftsbrief, ist der Standard. Bitte fassen Sie sich kurz und kommen zügig auf den Punkt. Lange Phrasen (Hiermit bewerbe ich mich….und überreiche Ihnen, da ich in der Zeitung Ihre Anzeige….bla bla bla) und Schleimerei sind genauso unangemessen, wie die chronologische Wiedergabe des Lebenslaufs. Erklären Sie dem Unternehmen nicht, wie toll DIESE sind, sondern wie toll SIE sind.

Das Anschreiben soll die Einleitung darstellen: “Hallo hier bin ich! Ich kann ganz toll ….und speziell ….”

Gehen Sie auf die Aussagen der Stellenanzeige ein (soweit vorhanden) – ohne diese wortgenau nachzuplappern.
Wenn nach Gehalt und frühestem Eintrittstermin gefragt ist, übergehen Sie diesen Wunsch nicht.

Wird nach flexiblen Mitarbeitern gesucht, schreiben Sie nicht “Ich bin flexibel”, sondern eventuell etwas wie “mich auf neue Situationen einzustellen fällt mir leicht…”

Eine Bewerbung ist Werbung – Das Anschreiben der Flyer

Begreifen Sie das Anschreiben als kleinen Werbebrief oder einen Flyer, auf dem wichtige Argumente stehen.

Was in der Produktvermarktung klappt, funktioniert auch hier: “die neueste Technologie aus dem Hause xy ermöglicht eine schnelle und reibungslose Bearbeitung von Roststellen am Auto. Völlig mühelos und unschlagbar günstig.”

Sinngemäß wird daraus: “Als Fachspezialist im Bereich xy, bin ich auf dem neuesten Stand und kenne mich ebenso mit Technik A wie mit Technik B bestens aus. Ich bin ab sofort verfügbar und freue mich auf neue Herausforderungen im Team… ”

Eine Bewerbung ist Marketing in eigener Sache – Das Anschreiben muss Neugierde wecken

Klar, Klugscheißer sagen jetzt: “Ich bin doch kein Produkt!” – Rrrrichtig. Aber: Sie sollten sich wie eines anbieten. 1. Vorteile klar benennen, 2. Argumente und Belege liefern, 3. Bekräftigung der (Kauf-) Kontaktaufforderung.

Im Marketing gibt es die sogenannte AIDA Formel. (Erstes Semester BWL, vermutlich) Darin wird beschrieben, wie man aus potenziellen Kunden tatsächlich Abnehmer macht. Sie kennen das aus der Supermarktwerbung genauso, wie aus Sendungen im TV zu ultramodernen Produkten:

A – Attention –> Aufmerksamkeit generieren : Das passiert beim Anschreiben mindestens

I – Interest –> Interesse am Produkt erregen: Das passiert durch die Mappe insgesamt

D – Desire –> Verlangen. Die Argumente für Sie müssen bekräftigt werden, sodass Sie gewollt werden.

A – Action –> Die Kontaktaufnahme muss folgen. (Dazu am besten schon im Anschreiben hinweisen.)

Besonders clever!

Überlegen Sie sich vorher, welche Ihre besten Verkaufsargumente für die Bewerbung sind. Die können Sie dann im Anschreiben, im Lebenslauf und auf einer möglichen Dritten Seite in verschiedenen Varianten unterbringen.

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